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Sydney, City

 Nach 2 Nächten bei Rob, mussten Julia und ich leider unsere freie Unterkunft gegen ein etwas schäbiges Hostel in Kings Cross eintauschen.
Wir wohnen jetzt mit Shana und Nils im d'Lux Hostel im Party- und Rotlichtviertel Sydneys.
Dabei möchte ich allen Lesern gleich die Angst nehmen – hier sind zwar etwas merkwürdige Gestalten unterwegs aber es ist nicht gefährlich.


Für die ersten zwei Tage war unsre kleine Brisbane Gruppe wieder vereint, denn nicht nur Shana und Nils, sondern auch Jele und Oli waren in Sydney.
Ich hab mich wirklich sehr gefreut die Beiden wiederzusehen, auch wenn es nur für wenige Tage war, denn ihr Reiseplan führte sie weiter nach Neuseeland.

In den kommenden Tagen waren Shana, Julia, Nils und ich, gemeinsam oder in 2er Gruppen die Stadt erkunden.
Dabei wurde weder das Opera House, die Harbour Bridge, das Stadtviertel The Rocks, Darling Harbour, Chinatown, Bondi Beach und auch nicht die Innenstadt ausgelassen.
Leider ist mein Orientierungssinn etwas schlecht ausgeprägt und ich find mich alleine nur langsam zurecht.






An einem Abend sind wir gemeinsam zum kleinen Kinderfreizeitpark „Luna Park“ gefahren. Wirklich begeistert waren wir nicht und sind deshalb gleich weiter zum Darling Harbour gefahren, um uns dort ins Hard Rock Cafe Sydney reinzusetzen und einen teuren 16 $ Cocktail zu trinken.
Nach 20 Minuten Wartezeit wurde uns ein Fensterplatz mit Blickrichtung zum Hafen zugewiesen.
Wir hatten einen tollen Abend mit Blick auf die beleuchteten Schiffe, Restaurants und Cafés.











An einem anderen Tag hab ich mich mittags mit Marcel, einem Freund aus Deutschland, getroffen. Verabredet waren wir im Hyde Park, sind dann aber direkt in den schöneren Botanischen Garten gelaufen. Da ich noch nie zuvor im Botanischen Garten war, haben wir die Gelegenheit genutzt und sind zu den schönsten Stellen gegangen. Dabei ist mein absoluter Favorit die Stelle, an der man direkt am Meer steht und einen wunderschönen Ausblick auf das Opera House und die Harbour Bridge in einem hat.
Weiter hat mir der Kräutergarten mit den kleinen Pavillions gut gefallen und der Palmengarten (den wir leider nie gefunden haben :D ).
Anschließend sind wir einen Kaffee bei Starbucks trinken gegangen, den wir allerdings auf einem Mäuerchen mit Blick aufs Meer genossen haben.
Nach einem kleinen Rundgang durch The Rocks, haben wir uns nach 4 tollen Stunden verabschiedet. Danke für den schönen Tag :)

Sydney im Allgemeinen gefällt mir sehr gut. Ich mag die Atmosphäre der Großstadt sehr; die Geschäftigkeit und Hast der Menschen. Ich lass mich mich gerne von der Geschwindigkeit der Personen mittreiben. Man fühlt sich dazugehörig.
Mein absoluter Lieblingsplatz ist der Darling Harbour, das wunderschöne Hafenviertel in Sydney. Dort führt eine lange breite Promenade am Hafengelände entlang, die gesäumt wird von Restaurants, Bars und Cafés. Wenn die Sonne scheint kann man, während man auf einem der breiten Stege relaxt, das Meerwasser glitzern sehen.
Bei Nacht sind die Geschäfte wunderschön beleuchtet und es wird einem eine einmalig schöne Kulisse geboten.



Als Ergänzung: der bekannte Bondi Beach gefällt mir leider nicht all so gut. Er ist ein Menschen überfüllter Mainstream Strand, an den jeder hingeht weil er bekannt ist. 



Sydney, Manly

„Die Zeit rast“

Häuser bei denen man den Kopf in den Nacken legen muss um deren Ende zu sehen, Frauen in Kostümen und Kleidern, Männer in Anzügen, iPhones in jeder Hand, eine Brücke, die man von Bildern kennt, ein eindrucksvolles Opernhaus und Menschen mit hastigem, zielgerichtetem Schritt.
Das alles und viel mehr zeichnet Sydney, die größte Stadt Australiens, aus. 

Vor genau 2 Wochen sind Julia und ich endlich in der berühmten Großmetropole angekommen.
Nach unserer positiven ersten Couchsurf Erfahrung haben wir beschlossen auch in Sydney anfragen zu versenden. Robin, aus dem Suburb Manly, wollte uns für 2 Nächte in seinem Heim wohnen lassen.
Wieder einmal sind wir beladen mit unserem ganzen Gepäck losgezogen, um unsere neue Unterkunft zu finden.
Julia, die schon zuvor in Sydney war, wusste glücklicherweise den Weg. Mit dem kostenlosen grünen Bus sind wir Richtung Circular Quay gefahren, um von dort die Fähre Richtung Manly zu nehmen.
Dabei habe ich einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen und auch gleich die beiden bekanntesten Wahrzeichen, die Harbour Bridge und das Opera House, gesehen.
Leider war an meinem ersten Tag der Himmel wolkenverhangen und ließ die Stadt ein wenig trübselig aussehen.
In Manly angekommen wurden wir gleich von Rob(in) unsrem Host abgeholt und per Auto zu unsrem neuen Zuhause gefahren.
Diesmal hatten Julia und ich ein eigenes Zimmer das wir uns teilen konnten. Die Wohnung war wirklich toll und auch Rob ist ein klasse Typ.







Nach einer kurzen Verschnaufspause, in der wir beiden Mädels uns ein wenig frisch gemacht haben, sind wir dann auch schon los, um die Strände von Manly zu erkunden.
Rob, der etwas Zeit für uns hatte, hat uns eine Rundfahrt mit unterschiedlichsten Stopps angeboten. Den ersten Stopp legten wir am Manly Beach, der zwar Menschen überfüllt aber trotzdem schön ist, ein. Dort hat sich auch Nils zu unserer kleinen Gruppe dazugesellt.
Gemeinsam haben wir die Strände um Manly herum besucht und waren im eiskalten Meer baden. 










Gegen Abend sind wir zurück zu unserem Zuhause gefahren und haben wiedereinmal Dankesessen gekocht. Diesmal gab es Reis mit Gemüse und einer Soße, die leider ziemlich scharf war.
Daraufhin sind wir mit Rob und einem seiner Kumpels in eine Bar mit Live Musik gegangen.
Die Musik war nicht ganz mein Geschmack, aber die Bar war trotzdem toll.


Coffs Harbour & Newcastle

Am 2.ten des neues Jahres haben Julia und ich gemeinsam Byron Bay verlassen, um weiter Richtung Süden zu reisen.
Am Morgen unsere Abreise saßen wir drei, Nils, Julia und ich, gemeinsam auf der Hostel Terrasse, mit Mango, Kaffee und wunderbarem Sonnenschein, und hatten alle das gleiche merkwürdige Gefühl zu früh abzureisen.
Wir hatten eine wunderbare Zeit hier und ich darf behaupten es war mitunter die Schönste meiner bisherigen Reise. Die Menschen mit denen wir hier zusammen waren, gemeinsam mittags am Strand zu relaxen, die Musik, die man von jeder Straßenecke hören kann, der ganze Ort und seine einmalige Atmosphäre und nicht zu vergessen diverse (sehr!) chillige Abende am Strand unter Sternenhimmel mit Gitarrenmusik von Jan und Gesang von Lennart – ich werde es sehr vermissen. 


Zwar freut sich ein kleiner Teil in mir auch auf die Weiterreise, aber da das neue Jahr begonnen hat, führt es mir jeden Tag vor Augen, dass die 2.te Hälfte meiner Traumreise begonnen hat.
Dieses Wissen, dass jeder Tag den ich erlebe auch gleichzeitig bedeutet, einen Tag weniger in diesem wunderbaren Land zu verbringen, stimmt mich wirklich traurig.

Als keiner Einschub: Ich bin hier glücklich! Und ja – ich würde am Liebsten für immer hier bleiben!

Mit ½ lachendem Auge und 1 ½ weinenden Augen haben Julia und ich schließlich schweren Herzens Byron Bay verlassen, um mit dem Greyhound Bus down the east coast zu fahren. Nach 3 Stunden Musik hören, einnicken, Landschaft betrachten, einer Reifenpanne und vielen Salzbrezeln mit Nutella, sind wir dann in Coffs Harbour ausgestiegen.



Nach Byron Bay war ich dann doch etwas enttäuscht von diesem Ort, aber das war irgendwie zu erwarten gewesen.
Julia und ich hatten kein Hostel gebucht, da wir uns entschieden haben Couchsurfen auszuprobieren. Gemeinsamen hatten wir Anfragen verschickt und von Ruth aus Coffs Harbour Antwort bekommen – sie würde uns für eine Nacht in ihrem Heim aufnehmen.

Voll beladen mit Backpack, Rucksack und FoodBag haben wir der iPhone Map unser Vertrauen geschenkt. Bei Mittagshitze sollten wir einen Fußweg von 30 Minuten zurück legen, um zu unserer Unterkunft zu gelangen – wiedereinmal war ich froh, einen Koffer und keinen Backpack zu haben! :)
Nach 5 Minuten hat uns unser Gepäck auch schon nahezu zur Verzweiflung gebracht und es musste eine Pause eingelegt werden. Mit immer wiederkehrenden Pausen haben wir es schließlich bis zu einer Ampel geschafft, an der uns ein netter hilfsbereiter Australier, der Kajaktouren organisiert, eingesammt halt und zu unseren Hosts gefahren hat.
Wir mussten echt verzweifelt ausgesehen haben und waren ihm für seine Hilfe unendlich Dankbar! :D 



Angekommen, haben wir gleich Bekanntschaft mit Ruth, Simon und ihrem Nachbar Chris gemacht. Bei letzteren sind Julia und ich uns noch immer nicht sicher, ob sie schwul waren oder nicht.
Couchsurfen macht mir richtig Spaß. Man genießt die Vorteile eines (fast) eigenen Heims und darf überdies noch kostenlos Nächtigen. Ich hab mich erst Mal in eine der Couchen auf dem Balkon gleiten lassen und (was für ein Luxus) das freie WIFI voll ausgenutzt.
Als Dank für die tolle Unterkunft wurden Pfannkuchen gebraten.

Der nächste Tag startete mit Sonnenschein, weshalb Julia und ich nach einem gemütlichen Frühstück in der sonnendurchfluteten, backpackerfreien, Küche auch gleich Richtung Meer und Hafen gelaufen sind. 


Nachmittags sind wir zurück zur Bus Station, um dort festzustellen, dass wir nach wie vor noch keine Unterkunft für unseren nächsten Zielort Port Macquarie hatten.
Kurzerhand haben wir uns umentschlossen und sind direkt bis nach NewCastle gefahren.

Anstatt 3 Stunden sind wir dann 10 Stunden Bus gefahren und abends angekommen. Gleich haben wir ins kleinste 4-Bett-Zimmer eingecheckt, in dem 2 Engländer leider schon die unteren Betten belegt hatten.
Der nächste Tag war schrecklich warm und wurde wiedereinmal fürs Sonnenbaden am Meer genutzt. Erstaunt haben wir festgestellt, dass das Meerwasser 14 Stunden südlicher von Byron Bay schrecklich kalt ist.
Nachmittags, nach Dusche und Mittagessen, haben wir uns noch etwas in der langweiligen Stadt umgesehen und haben festgestellt – Newcastle lohnt sich nicht wirklich anzuschauen. 





Wir beide sind gespannt auf Sydney :)

Ich freu mich auch schon darauf Oli, Jele, Shana und Nils wiederzusehen :)

Silvester am Strand

Der nächste kleine Kulturschock steht auch schon ein paar Tage später an – Silvester.
Wieder ist der europäische Deutsche von anderen Eindrücke geprägt. 

Gemeinsames leckeres Abendessen im Kreis der Familie, mit lachen und lustigen, weniger tiefgründige Gesprächen. Währenddessen schleicht der Blick der Kinder immer wieder auf die Küchenuhr. Bei den einen, um endlich dem heimischen Kreis der Familie zu entkommen und mit den Freunden ins neue Jahr zu feiern; die anderen, meist Jüngeren, fiebern dem Feuerwerk entgegen.
Dann ist der Moment endlich gekommen und die Uhr schlägt Mitternacht.
Sektkorken knallen und jeder liegt sich in den Armen um sich ein „gutes neues Jahr“ zu wünschen. Gleichzeitig feiert man, dass man das letzte Jahr überstanden hat und hofft, dass das neue Jahr besser wird als das Letzte.
Daraufhin werden die geleerten Sektflaschen auf den Boden gestellt und mit Knallkörpern gefüllt. Mit lautem Pfeifen, und Knallen gehen die Raketen in den Himmel und werden mit „Ohh's“ und „Wow's“ kommentiert.
Die Nacht wird meist mit feiern, Telefonaten, verzweifelten Versuchen SMS'en zu schreiben und reichlich Alkohol beendet.

Dieses Silvester war definitiv anders. Ursprünglich war mein Plan, das große berühmte Silvester in Sydney anzuschauen und mitzuerleben. Mangels freier Unterkünfte und den enormen Unterkunftskosten in Sydney habe ich mich kurzerhand entschlossen, Silvester in Byron Bay zu verbringen. Silvester am Strand hat man schließlich auch nicht jedes Jahr.

 Der letzte Tag im alten Jahr hat wieder gemütlich am Strand bei Sonnenschein begonnen.

Leider hat sich unsre Familie inzwischen auf ausschließlich Julia, Nils und mich eingeschränkt.
Die anderen Jungs haben sich entschlossen nach Brisbane zurück zu gehen, Jele, Olivia und Shana sind nach Sydney.
Nach einem schönen Strandtag gab es abends als besonderes neu Jahrs Essen herzhafte Pfannkuchen mit vielen leckeren Beilagen!
An dieser Stelle danke ich Julia, für gut geschnippeltes Gemüse und Nils für wohl geformte Pfannkuchen.

Für diesen wichtigen Abend haben Julia und ich uns erstmal ein bisschen gestylt und kurze Kleider angezogen. Dabei haben wir uns gefreut, nicht mit dicker Winterjacke aus dem Haus zu müssen.
Ja, Kleidchen, Riemchensandalen und keine Jacke! :) - tolles Gefühl.
Auf der Hostel Terrasse sind wir erst Mal mit einigen Bekannten zusammengesessen und haben uns mit Goon aufs neue Jahr eingestimmt.
Irgendwie ist es ironisch sich auf ein neues GUTES Jahr mit schlechtem Weinabfall, wie Goon, einzustimmen ^^.
Um kurz vor 12 Uhr sind wir dann an den Strand. Dort zeigte sich uns ein sehr eindrucksvolles Bild:
Tausende Menschen in Dunkelheit am Strand!
Dieser war total überlaufen. Ich hab noch nie so viele Menschen auf einem Fleck gesehen. In diesem Moment war ich froh, nicht in der Menschenmenge Sydneys zu sein. 

   
Um 0 Uhr haben wir uns alle in den Armen gelegen und uns ein schönes neues Jahr gewünscht.
Genau zum richtigen Zeitpunkt haben auch meine Eltern angerufen. Da ich sowieso schon sentimental war an diesem Abend, hab ich in diesem Moment Heimweh bekommen und ein kleines bisschen weinen müssen. (Ok, ich gebs zu... vielleicht auch ein wenig mehr weinen...)
In diesem Moment hätte ich mir nichts sehnlicher gewünscht als „mal kurz nach Hause zu fliegen“, Mama, Papa und Hendrik in den Arm zu nehmen und auch meine Freundinnen Giulia und Nadine fest zu drücken.
Genauso hätt ich gern 3 Schritte rüber zu meiner 2.ten Familie gemacht, um Saskia und Karin in den Arm zu nehmen :)

Das Feuerwerk fiel sehr spärlich aus, doch die Atmosphäre am Meer war wirklich etwas Besonderes.
Dieses Jahr habe ich mir nicht gewünscht, dass das neue Jahr besser wird als das Letzte.
Dieses Jahr war mein Wunsch, dass es genauso toll werden soll wie die letzten 6 Monate des alten Jahres :)

Gutes neues Jahr allerseits :)