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Airlie Beach

Nach 11 Stunden Busfahrt bin ich endlich am frühen Morgen in Airlie Beach angekommen.
Da kein Hostel Pic up an der Haltestelle stand bin ich auf gut Glück drauflosgelaufen um mein Hostel zu finden.
Nach ca 5 Minuten Fußweg hab ich es dann auch gleich gefunden. Für billige 18$ bin ich jetzt für eine Nacht im „Beaches Backpacker“ Hostel untergekommen.

Nach der langen Busfahrt bin ich zu aller erst mal Duschen gegangen. Hier erwartete mich auch gleich der erste Schock – das Bad ist furchtbar dreckig! Haare von den Vorgängern, irgendwelche Schmiere an den Wänden – Urgh!! 

Gleich darauf kam dann auch der zweite Schock. Ich steh gemütlich in dem ekligen kleinen Bad um mich zu schminken, da hör ich wie im Zimmer über etwas gesprochen wurde:
„Ja willst du von dem Zeug oder nicht?“ - ich hab mir dabei nichts weiter gedacht. Dachte da bietet jemand unserem Zimmermitbewohner Gras an (hier ist das kiffen nämlich relativ weit verbreitet).
Das war es jedoch nicht, sondern etwas anderes (hier nicht zu erwähnen).
Ich war daraufhin erst mal gewaltig geschockt – na geil, hab ich gedacht, jetzt haste nen Drogendealer mit im Zimmer -.-' Zum Glück war der Typ aber nicht in unserem Zimmer und ist anscheinend auch abgereist!! Glück gehabt!

Kurz darauf ist dann auch ein Mädchen ins Zimmer gekommen. Gemeinsam mit ihr bin ich zum ABC Travel Reisebüro um das Segelboot für die Whitesunday Islands einzubuchen.
Gesagt getan. Ich bin hingegangen um zu fragen, ob ich am Samstag (der nächste Tag) mit auf die Tour kann.
Eigentlich muss man 7 Tage vorher Bescheid geben, aber da ich in 1770 kein Handy Empfang hatte konnte ich das natürlich nicht tun.
Also hab ich auf gut Glück nachgefragt um die Antwort zu bekommen, dass erst das Boot am 16ten wieder Plätze frei hat. Scheiße, so lange wollte ich nicht in Airlie Beach bleiben.
Deshalb hab ich mich dann dafür entschieden 40$ mehr zu bezahlen und ein anders Boot zu nehmen bei dem ich gleich am nächsten Tag mitfahren kann :) 


Gute Entscheidung, denn wie ich später feststellen sollte waren bekannte Gesichter mit auf dem Boot dabei (3 Jungs, kennengelernt in 1770 und das Engländerpärchen das schon seit Rainbow Beach die gleiche Strecke wie ich hat)






Joa, Strandtechnisch sieht es hier etwas mies aus. Der Strand ist ehr ein kleines Sandstück. Das macht aber nichts weil man hier sowieso nicht ins Meer gehen soll, da hier die Quallengefahr hoch ist. Wie in Brisbane gibt es hier eine Lagune in der man schwimmen kann und ein aufgeschütteter Strand zum Liegen. Außerdem gibt es eine Wiese zum Hinlegen.



Airlie Beach ist nicht besonders groß und besteht hauptsächlich aus einer großen Straße.
Am Abend sind wir (3 Mädchen die ich am Strand kennengelernt hab und ich) in die Down Under Bar. Dort sind wir bis 12 gesessen und haben ein bisschen was getrunken und geredet. Schon hier haben wir bekannte Gesichter wiedergesehen und wiedergetroffen.

Agnes Water / Town of 1770

Nach einer Nacht in Harvey Bay bin ich weiter nach Agnes Water bzw. Town of 1770.
Zwischen Ages Water und Town of 1770 ist kein großer Unterschied.
Town of 1770 ist der Ort an dem Kaptain James Cook in Australien angekommen ist und ist daher winzig klein. Daher ist das ein Zusammenschluss von 2 Orten, Agnes Water und ein bisschen weiter 1770.
Das kann man sich vorstellen wie Eggenstein-Leopoldshafen; zwei Orte aber eine Gemeinde (nur hier ist das um einiges kleiner).

Wieder gibt es hier kein Handy Empfang aber dafür hab ich jetzt einen Telstra Internet Stick mit dem ich hier überall Internet hab :) JIPPI!!!

Neuer Ort, neues Hostel. Ich bin hier im „Cool Bananas“ und es ist einfach RICHTIG GEIL! :)
Das Hostel ist mit Abstand das Beste, das ich bisher hatte!! :)


Die Atmosphäre hier ist einmalig, die Leute sind super nett und die Hostelanlage sieht richtig toll aus :) Außerdem ist das Wetter hier einfach spitzenmäßig! Sonne, warm und Strand feeling! :)



Es gibt hier (wie auch in anderen Hostels) die Möglichkeit im Hostel zu arbeiten und dafür keine Übernachtung, Internet und waschen zahlen zu müssen. Das besondere hier ist aber, dass man hier dafür lediglich 1 Stunde arbeiten muss!! Das ist wirklich ein geiler Deal! (die Nacht hier kostet nämlich 25$ und ich bin schon 2 Nächte hier)
Leider sind im Moment genug Leute da die arbeiten und so müsste ich ca 2 Tage warten.
Ich hätte hier gerne eine Woche gearbeitet und dann kostenlos hier übernachtet, weil es mir hier richtig richtig gut gefällt :) - Schade, dass es nicht klappt, aber für 25$ pro Nacht ist mir das einfach momentan zu teuer.

Sooo, ich war dann morgens hier am Strand. Hier ist die letzte Möglichkeit zu surfen, weil dann das Great Barrier Reef anfängt. Für wenig Geld (!!man kanns kaum glauben!!) kann man sich hier ein Surfboard leihen aber leider gibt es keinen Wet-Suit dazu.
Zum ersten Mal seit ich in Australien bin, bin ich nun bei Sonnenschein im Bikini am Strand gelegen NUR um zu chillen!

Da ich vor einem anhänglichen und nervigen Zimmergenossen geflüchtet bin, war ich mit den anderen Jungs aus dem Zimmer am Strand. Ich hab mich in ihre kleine Jungs-Gruppe eingemischt und konnte dem non-stop-dummen-gelaber des Zimmergenossen entkommen :D (leider reist er heute auch ab und fährt auch nach Airlie Beach)

Mittags sind wir dann zurück zum Hostel weil wir alle den ScooterRoo Ausflug gebucht haben!
Hier in Agnes Water / 1770 kann man nämlich nicht viel unternehmen.


Der ScooterRoo Ausflug besteht darin mit einem ScooterRoo (sieht aus wie ein Motorrad, fährt sich aber wie ein Roller und kann ca 80 km/h fahren) durch die Gegend zu fahren. Man fährt insgesamt ca 4 Stunden in einer Gruppe in und um Agnes Water herum. Dabei hab ich sogar frei herum hüfende Kangeroos gesehen :)
Das ganze hat mega Spaß gemacht, weil man im Sonnenschein herumgefahren ist und gegen 5 abends in Town of 1770 am Harfen den Sonnenuntergang angeschaut hat!




Wir hatten alle richtige Lederjacken bekommen damit uns im Fahrtwind nicht kalt wird. Kombination von Lederjacke und Helm sah einfach urkomisch und wie ein „richtiger Rocker“ aus!

Anfangs dachte ich, ich sei das einzige Mädchen aber letzendlich waren wir dann doch 4 von ca 40 Leuten! Anfangs war das ein wenig merkwürdig aber ich muss sagen, es hat richtig Spaß gemacht und ich würde es wieder tun :)

ROCKER REBBY!! YEEAH!



Hier im Cool Bananas hab ich übrigens eine menge Leute von vorherigen Hostels wiedergetroffen z.B
3 Jungs aus Quebec: in Noosa kennengelernt, in Rainbow Beach wiedergetroffen, hier wiedergetroffen
eine Gruppe (2 Jungs, 1 Mädchen): in Noosa kennengelernt, in Rainbow Beach wiedergetroffen, hier wiedergetroffen
1 Engländerpärchen, in Rainbow Beach kennengelernt, hier wiedergetroffen

und so weiter !

Das ist wirklich so cool hier, man trifft Leute, lernt sie kennen, reist alleine weiter und trifft sie 2 Orte weiter wieder :)

Übrigens hatte ich gestern meinen ersten Sonnenbrand! Ist zwar kein schlimmer, hab aber einen hässlichen Abdruck davon ! -.- :D

Harvey Bay

So ich hab mir jetzt ein Hopp on Hopp off Busticket von Harvey Bay nach Cairns gekauft. Das ermöglicht mir jederzeit auszusteigen und weiterzufahren.

Paula und ich haben uns jetzt getrennt. Sie möchte mit 2 Engländerinnen ein Auto mieten und mit dem Auto nach Cairns fahren.
Ich hab beschlossen da nicht mitzufahren, da ich die beiden englischen Mädchen zu laut, aufgedreht und einfach nicht sympathisch finde.

Der Abschied von Paula war blöd, denn ich wär gerne mit ihr weitergereist, da ich uns als Team echt super fand. Ich hoffe wir werden uns hier nochmal treffen und vielleicht doch nochmal zusammen reisen.

Da ich jetzt ein Hopp on Hopp off Ticket habe bin ich jetzt nach Harvey Bay gefahren.
Das ist ein kleines süßes „Dörfchen“. Hier gibt’s definitiv nicht viel (außer einem hässlichen Strand).
Wenn man hier, in Australien, jetzt schon einige Strände gesehen hat wird man irgendwie anspruchsvoller und nicht jeder Strand gefällt einem.
Weil es hier einfach nichts groß gibt werde ich morgen gleich wieder weiterfahren nach 1770.




Das Wetter ist hier übrigens endlich mal richtig geil! :)
Strahlend blauer Himmel und Sonne pur :)

Weiterhin ist wichtig, dass ich jetzt offiziell auf Arbeitssuche bin, da hier einfach alles superteuer ist . Als ich von Deutschland weg bin, hatte ich gedacht, ich würde am wenigsten Geld für Essen kaufen brauchen, da ich ja nicht viel esse.
Jetzt HIER in AUSTRALIEN ess ich sooo viel. Ich frühstück hier richtig, ess zu Mittag und zu Abend, und dann auch noch viel. Ich glaub ich hab noch nie im Leben so viel gegessen wie hier. Ich weiß nicht an was es liegt aber es ist komisch.

Rainbow Beach, Surf Lesson

Ich bin von Fraser Island zurück und wirklich müde.
Trotzdem bin ich heute um halb 7 aufgestanden um um 7 Uhr freies Frühstück abzustauben (Pancakes mit Zimt – jammy)

Daraufhin hab ich ausgecheckt, mein Gepäck in so ein Abstellraum gestellt und bin zu meiner Surf Stunde.
Ich hab mir ein Wet-suit angezogen, dann wurden ein paar Übungen gemacht bei denen man gelernt hat wie man auf sein Brett aufsteht und dann gings auch schon gleich mit dem Brett ins Wasser.

Nach 2 Versuchen, Ich kanns wirklich kaum glauben, hab ichs geschafft aufzustehen!!!!! :)
Das war ja mal ein geiles Gefühl :)
Das mit dem Gleichgewicht halten hat auch super geklappt.
Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Spaß machen würde!

Nach ein paar weiteren Versuchen, hat mir der Surflehrer dann ein eeeetwas kleineres Brett gegeben.
Da war das dann schon etwas schwieriger, aber auch hier hat es nach mehreren Versuchen geklappt.
Verblüfft hat der Lehrer mich dann gefragt ob ich schon mal zuvor gesurft bin. - Bin ich nicht.
Daraufhin hat er gemeint, dann wärs wohl Talent *g :) Da bin ich ja wirklich Stolz auf mich gewesen (und bins immer noch :D ) *g

Bis jetzt find ich es schwerer nach dem Surfen wieder zurück ins Wasser zu kommen :D
Da läuft man 3 Meter vorwärts und dann kommt die nächste Welle und man ist wieder 4 Meter weiter hinten. Und dann ist da noch das Brett, dass dich wegzieht … blöd.
Kurz vor Ende ist mir dann das doofe Band aus der Hand gerutscht und an der Hand entlang geschliffen. Jetzt hab ich einen dicken blauen Fleck am kleinen Finger – Aua!!!
Weiterhin hab ich auch einen großen blauen Fleck am Knie.

Nach 1,5 Stunden wars dann auch schon leider vorbei. Ich hoff ich werde hier nochmal die Gelegenheit bekommen surfen zu üben! :)

Fraser Island

Am Freitag Morgen haben wir, unsere Reisegruppe, uns um 8 Uhr getroffen um nach Fraser Island zu fahren.
Schon am Tag zuvor hatten wir einen Info Treff bei dem uns erklärt wurde wie man sich auf der Insel zu verhalten hat.
Das bedeutet, uns wurde gesagt, dass wir keinen Müll dort lassen sollen und wie wir uns den wilden Dingos gegenüber verhalten sollen.
Im Film wurde uns gesagt, dass wir bei einer Begegnung mit einem Dingo die Arme verschränken sollen und uns langsam zurückziehen sollen.
In Wirklichkeit sieht das aber ganz anders aus:
Man muss sich groß aufbauen und rufen „GO HOME, DINGO“ :D
(das hat bei uns zumindest meist geklappt ^^ )

Also haben wir am Freitag Morgen unsere Sachen zusammengepackt und unseren Land Rover überprüft.
Insgesamt waren wir mit 4 Autos unterwegs mit je 8 Insassen.
Meine Gruppe war wirklich cool. Wir waren 2 Deutsche, ein Franzose und sonst nur Iren.
Das heißt, wir haben die ganzen 3 Tage auf Fraser fast ausschließlich Englisch gesprochen.


Die ganze Tour lief folgendermaßen hab:
Das erste Auto wurde von unserem Guide gefahren. Er führte uns zu unseren Ausflugsorten auf Fraser Island. Die anderen 3 Autos folgen dem Ersten. Alledings wird in den anderen Autos der Fahrer gewechselt, da wir eine Self-Guided-Tour gebucht hatten.
JAAA, auch ich bin gefahren! Ich im großen Land Rover auf ausschließlich Sandstraßen.

Eine kleine Fähre, die an Sandstrand ablegt und anlegt, sind wir auf Fraser Island angekommen.
Die Hauptstraße ist der Strand am Meer entlang.
Das ist wirklich cool und sieht verdammt geil aus :P



Wir haben verschiedene Süßwasserseen besucht wie z.B den Lake Wabby oder den Lake MacKenzie, der mit Abstand der schönste See ist, den ich je gesehen habe. Das Wasser ist glasklar und wunderschön blau.
Aufgrund seiner blauen Farbe wird er als Blauer See bezeichnet, der Lake Wabby ist hingegen ein sog. Grüner See.


Meine Gruppe :)

Lake Mac Kenzie
Zudem sind wir unterschiedliche Aboriginal Pfade entlangangen und haben uns das einmalige Naturschauspiel angeschaut.
Leider war das Wetter am 1. Tag wirklich schlecht. Es hat die meiste Zeit geregnet und es war dementsprechend kühl.
Die nächsten beiden Tage waren Wettertechnisch besser. Die Sonne hat sich hin und hier blicken lassen und es blieb meist trocken.





Die Insel ist unglaublich vielseitig. Es gibt Stände mit Meer (in das man allerdings nicht reindarf wegen den Quallen), es gibt im Inneren der Insel Süßwasserssen und große Dünenflächen oder große Felsbrocken und Felswände.
Der Lake Wabby grenzt beispielsweise an Wald und an eine riießig große steil aufragende Düne.
Dieses Zusammenspiel ist wunderschön und bezaubernd :)

Übernachtet haben wir auf einem Champingplatz. Dort gab es Zelte, die so klein waren, dass ich mich nicht einmal vollständig liegend darin ausstrecken konnte.
Paula und ich haben uns also ein Zelt reserviert.
Nach dem Abendessen wurde dann der Goon ausgepackt. Goon ist das einzige alkoholische Getränk, dass man sich als Backpacker hier leisten kann.
Es ist eine Art Weinabfall, ...oder so ähnlich und schmeckt wirklich scheiße und verursacht Kopfschmerzen am nächsten Tag (auf wenn man nur 2 Tassen davon trinkt).
Diese beiden Tatsachen werden hier aber grundsetztlich ignoriert!!
Im Vergleich:
6er Bier: 36$
4,5 l Goon: 12$

Also wurde am Abend der Goon ausgepackt und reichlich getrunken.
Nachts wollten Paula und ich dann zurück in unser vor reserviertes Zelt.
Allerdings mussten wir feststellen, dass unseres von 2 schlafenden betrunkenen Menschen belegt war. Also haben wir uns ein anderes gesucht, in dem allerdings schon 2 offene Schlafsäcke lagen aber ohne Menschen. Die Tatsache mit den offenen Schlafsäcken haben wir ignoriert (unser Zelt wurde ja schließlich auch geklaut) und haben uns einfach mit unseren Schlafsäcken in das Zelt hineingelegt.
2 Stunden später wurde das Zelt dann aufgerissen und ein Mädchen wollte ihren Schlafsack und in ihr Zelt. Tja- Pech für sie, denn wir waren ja schon drin.


Die Nacht war grauenhaft. Da ich nicht so viel getrunken hatte wir manch andere spürte ich jeden kleinsten Stein auf dem Boden, denn es gab weder Isomatten noch sonst irgendwas zum drunterlegen.
In der nächsten Nacht habe ich mich ins Auto gelegt und auf der Rückbank geschlafen :P

Wir haben auch öfters Dingos gesehen. Diese Hunde ähnlichen Tiere sind schon etwas gruselig.
Eigentlich sehen sie ganz süß aus aber in Wirklichkeit sind sie gemeine, hässliche Tiere.
Leider sind sie auch auf dem Champingplatz herumgestreunt so dass man in unregelmäßigen Abständen jemanden rufen hörte „GO HOME, DINGO!“.

Fazit für die Tour:

  1. Fraser Island war eine tolle Erfahrung und ein wunderschönes Naturerlebnis
  2. Go home Dingo!
  3. Beim nächsten Mal auch Sneakers mitnehmen (nur Flip-Flop ist zu kalt)
  4. Isomatte oä. mitnehmen (oder sich betrinken, dass man den Boden nicht mehr spürt)
  5. auf jeden Fall wieder eine Self-Guided-Tour (fahren macht Spaß!)


Rainbow Beach

Heute sind Paula und ich weitergereist. Nach 3 Nächten im „Noosa Backpacker Hostel“ sind wir nun (wieder mit dem Greyhound Bus) nach Rainbow Beach gefahren.
Die Fahrt dauerte diesmal nur 3 Stunden in denen ich endlich angefangen habe mein Buch zu lesen.

Hier angekommen traf mich auch gleich der erste Schock:

ES GIBT HIER KEIN HANDY – EMPFANG!!

wir sind hier anscheinend so abgelegen, dass es das Städtchen nicht für nötig hält, hier Handynetze haben zu wollen.
Ironischerweise gibt es hier aber Internet (für das man NATÜRLICH bezahlen muss, und dass ist dann noch nicht mal wenig o.O)

Heute habe ich zum ersten Mal hier gewaschen – Schwarz. Soweit hat das auch gut geklappt. Flüssigwaschmittel hab ich mir schon in Noosa gekauft gehabt.
Da es schon dunkel war und auch hier das Wetter schlecht ist (Windig + Regen) hab ich die Kleidung in den Trockner getan. Leider ist der Trockner unmenschlich teuer ( 1$ für 5 min = 6 $ für 30 min) und selbst dann ist die Wäsche noch nicht 100% trocken.
Dann war ich ca. 3 min zu spät am Trockner und da hat schon jemand anderes meine Kleidung rausgenommen gehabt und in irgend so ein Korb hineingetan – Ihh!
Im Zimmer hab ich dann die Kleidung sortiert – alles noch gut !
ABER 2 Unterwäscheteile fehlen -.- Wer zum Teufel klaut Unterwäsche???
Da bin ich also wieder zurück und hab gewartet bis der Mensch kommt der momentan die Wäsche in meinem Trockner hat. Gesagt getan „Heyyy, I miss 2 pieces of my underwear.“

Fazit: Nach dem Trockengang wurde dann nochmal im Trockner nachgeschaut und siehe da ein Unterwäscheteil wurde gefunden. Das andere ist immer noch verschollen! -.-

Als wär das alles nicht schon schlimm genug, hab ich heute zum ersten Mal Heimweh.
Seit ich hier angekommen bin hat es sich in Grenzen gehalten.
Da vermisst man seine Familie und seinen Freund, wird aber gleichzeitig von neuen Eindrücken abgelenkt.

Heute ist es anders, ich vermisse Kai und meine Familie furchtbar.
Ich weiß nicht wieso das gerade jetzt so ist, aber das Gefühl ist schrecklich.
In solchen Fällen möchte man nur mal kurz Zuhause anrufen und „Hallo“ sagen.
Aber was macht man, wenn genau DANN das Handy nicht funktioniert?

Gerade im Moment fühle ich mich von der Außenwelt abgeschnitten. Ich weiß nicht was Zuhause los ist, dabei bin ich gerade erst mal eine Woche unterwegs.
Ich will einfach nur Kai anrufen und seine Stimme hören. Ich möchte wissen wie es ihm geht, was in seinem Kopf vorgeht und was sonst so los ist.

Fazit des Tages:

  1. Kein Handy-Empfang
  2. 1. Kleidungsstück geklaut / verschollen / weg!
  3. Das schlechte Wetter verfolgt uns!
  4. Schreckliches Heimweh & Freundweh =(
Außerdem hab ich Muskelkater in den Beinen vom Ausflug in den Noosa National Park gestern

Noosa, National Park

Heute Mittag sind wir, Paula, Hendrik (im Hostel kennengelernt) und ich in den National Park in Noosa gegangen. Wir haben uns gedacht, dass wir die kurze Zeit die wir in Noosa verbringen nicht nur am Strand bei Wolken chillen wollen, sondern auch etwas mehr von der Umgebung erleben wollen.

Also wollten wir uns um 1 Uhr mittags auf den Weg zum National Park machen.
Wir haben extra 1 Uhr gewählt, da es hier schon um 5 Uhr dunkel wird und wir auf alle Fälle vor Einbruch der Dunkelheit im Hostel zurück sein wollten.
Leider kam der Bus um 1 Uhr nicht, und so mussten wir wohl oder übel den Bus um 2 nehmen.

Also sind wir 3 los um den National Park von Noosa zu erkunden.
Auf dem Hinweg haben wir den „coast trail“ gewählt, der wie der Name schon sagt an der Küste entlangführt.


Das war ein wunderschönes Abenteuer! Wir sind auf teils Tramelpfaden und teils angelegten Wegen gelaufen. Auf unserer einen Seite das Meer, auf der anderen Seite Wald bzw Regenwald.
Das ganze war ein wunderschönes Panorama. Wir sind dem Weg ca 2 Stunden gefolgt, immer wieder durchbrochen von „Ohhh, ist das schön, mach mal ein Foto wo ich mit drauf bin! Das will ich niiiie vergessen“.




Irgendwann sind wir am Alexandria Bay angekommen. Das ist ein Strandabschnitt, den man nur über diesen National Park Weg erreichen kann.
Wir 3 waren die einzigen, die dort waren!
Der Strand ist der aller wunderschönste Strand den ich hier bisher erlebt habe.
Auf einer Skala von 1-10 bekommt er momentan die vollen 10 Punkte :)

Der Strand strahlt eine Einsamkeit und eine Ruhe aus, die wohltuend ist.
Ich hab meine Schuhe ausgezogen und bin den ganzen Weg über den Strand Barfuß gelaufen.
Der Strand ist so fein, dass er quietscht wenn man mit nackten Füßen darüber läuft (warum das so ist weiß ich nicht).
Leider war das Wetter nicht ganz auf unserer Seite denn Wolken haben den ganzen Himmel bedeckt.
Das hat aber den Eindruck und die Atmosphäre die dieser Strand ausstrahlt keineswegs getrübt.
Für dich Schatz!!! :)


Am Ende des Strandes gings dann wieder auf Trampelpfaden weiter bis zu Hell's Gates bis zur Sunshine Coast.
Hell's Gates ist eine Schlucht. Dort war es erstaunlich windig und fast hätt es mich und Paula davon geweht *g



an der Sunshine Coast

Soo, an der Sunshine Coast sind wir nicht lange geblieben, da das Wetter nicht so toll war. Also haben wir uns kurzerhand auf den Rückweg gemacht.
Den Rückweg wollten wir direkt durch den National Park machen, da er so kürzer ist.
(wär er auch, hätten wir uns nicht verlaufen -.- )
Wenn man direkt durch den Park zurück laufen möchte muss man die hindurchführenden Pfade kombinieren. Für uns war das auch klar; erst der Lila Pfad, dann der Orangene.
Leider gab es IM Wald dann plötzlich mehrere Abzweigungen des Lila Pfades denen wir dann auch gefolgt sind.
Mit voranschreitender Zeit und keinem Plan wie die richtige Richtung ist wurde es dann immer dunkler.

Öfters haben wir auch Jogger nach dem richtigen Weg gefragt.
Als wir ihn dann letztlich auch gefunden hatten, war es schon kurz vor 5 Uhr und die Helligkeit im Wald hatte stark nachgelassen. Wir sind dann auf diesem Weg gelaufen mitten im Wald und es kamen keine Jogger mehr vorbei. Wir waren also ganz alleine!
Ich hab dann langsam Angst bekommen, da mir die typischen Horrorfilme eingefallen sind.
Dort sind es nämlich auch immer 3 Trottel die alleine im dunklen Wald herumirren!!

Kurz bevor die Nacht einbrach haben wir dann doch noch den Ausgang vom National Park gefunden!
Insgesamt waren wir gute 4,5 Stunden zu Fuß unterwegs und ich war mir am Ende sicher:
Ich liebe die Zivilisation! :)


Mein TIPP für die Nächsten:
Früher losgehen!
Eine Karte vom National Park mitnehmen bzw. abfotografieren!
oder: den Weg zurückgehen, den man hergekommen ist!