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Abel Tasman National Park

  "Briefe aus aller Welt"


Ca 70 km von Nelson entfernt, zwischen den Meeresbuchten Golden Bay und Tasman Bay, findet man den wunderschönen Abel Tasman National Park.
Hier würde unsere Reisegruppe auf einem Champingplatz, mit dem Namen „Old Mac Donald“, für 3 Nächte unterkommen.


Ich wollte die Schönheit dieses National Parkes möglichst komplett auskosten und entschied mich, eine 3 Stunden Wanderung entlang der Küste, mit anschließendem Segeltrip zurück zum Ausgangspunkt zu unternehmen.
Zeitig um halb 9 Uhr ist meine kleine 5 Personen Gruppe losgelaufen. Leider war der Himmel wieder einmal Wolkenverhangen, doch hoffnungsvoll hatten wir den Worten „it'll clear up soon“ der Segeltrip-Verkäuferin Glauben geschenkt. Nach einer Stunde Marsch entlang der Küste, zeigten sich auch tatsächlich ein paar Sonnenstrahlen, doch unsre Hoffnung wurde mit einem darauf folgenden Nieselregen, der letztlich die ganze Wanderung anhielt, zunichte gemacht.

Trotz schlechtem Wetter sind wir tapfer weiter gelaufen und konnten doch hin und wieder die schönen Strände des National Parks bewundern.
Irgendjemand auf meiner Reise durch Neuseeland, hatte mir erzählt, dass die Strände dieses Parkes den Stränden auf den Withsunday Islands bei Australien gleichen würden.
Dieser Person, möchte ich mitteilen: Entweder du kannst die Farbe Gelb nicht von Weiß unterscheiden, oder du warst eindeutig noch NIE auf den Withsundays!
Die Stände sind kein Vergleich – du Schwachkopf!




Die Stände bei Abel Tasman sind gold gelb und, auch wenn sie nicht denen der Withsunday gleichen, wunderschön! Bei meiner Wanderung, konnte ich viele kleinere Buchen mit verlassenen Strandabschnitten entdecken und mein Verlangen, mich dort für ein paar Stunden bei Sonnenschein hinzulegen war rießig :)
Die Wanderung ging durch dichte Strandwälder, vorbei an großen Kanuka Bäumen und riesigen Farnen.
Besonders beeindruckt hat mich, am Ende der Wanderung, das wunderbar türkisfarbene Meerwasser. 


Nach einem kleinen Lunch, wurde der Rückweg via Segelboot angetreten.
Die Kälte und der Wind auf See wurden durch tolle Ausblicke auf versteckte Strände und Buchten wett gemacht.
Nach vielen grünen Wiesen und Hügeln auf der Nord Insel durfte ich wieder feststellen, dass ich mich an Strand und Meer deutlich wohler fühle :) 






Der Tag wurde mit einem gemeinsamen leckeren BBQ und etwas Vino, Vino beendet.
Der zweite Tag im National Park war ironischerweise mit Sonne pur und einer angenehmen Hitze gesegnet. Den Tag hab ich, ganz meinem Verlangen des Vortags entsprechend, am Meer verbracht und die Sonnenkraft auf der Haut genossen :)

Welcome to the South Island

Pünktlich um 8 Uhr morgens verließ die Fähre den Hafen der Nordinsel Neuseelands und startete ihren Weg Richtung Südinsel.
Die 3 stündige Fahrt verbrachten wir alle im Inneren der Fähre, da wieder einmal Regen die Wetterlage bestimmte.
Die gesamte Fahrt war ziemlich unspektakulär und die Zeit wurde mit reden, schlafen, Musik hören und Tagebuch schreiben verbracht.

Nach einer kleinen Ewigkeit kamen wir endlich auf der Südinsel, in einem kleinen Ort namens Picton, an.
Nach einer kleinen Frühstückspause fuhren wir direkt nach Nelson und von dort in den Abel Tasman Nationalpark.
Ich war schon ziemlich gespannt auf diesen Abschnitt meiner Neuseelandreise, da die Südinsel Neusselands, laut 99,9% der Reisenden, beeindruckender sein soll als ihr nördlicher Partner. 


Wellington

Wellington ist mit 450,000 Einwohnern, nicht nur die zweit größte Stadt auf Neuseeland, sondern auch deren Hauptstadt.
Nach einigen Stunden Busfahrt sind wir gegen Mittag angekommen und mussten feststellen, dass gerade Rugby-Festival ist.
Rugby ist auf Neuseeland, wie bei uns Fußball, sehr sehr berühmt und wird groß gefeiert.
Da dieses riesen Event gerade anstand, sind Menschen von überall aus Neuseeland nach Wellington gereist. Dementsprechend waren die Hostel Übernachtungskosten übermäßig teuer.
Wir sollten eigentlich im Base unterkommen, in dem die Nacht 55 $ gekostet hätte.
Da mir und 2 anderen Mädchen, das etwas zu teuer war, wollten wir noch am selben Abend die Fähre zur Südinsel nehmen und dort in ein billigeres Hostel einchecken.

Als wir allerdings in Wellington angekommen sind, haben wir das Rugby Festival in vollem Gange miterlebt.


Jeder ist verkleidet, jeder ist betrunken und alle feiern ausgelassen.
Es hat mich direkt an Fasching erinnert, nur dass sich die Menschen hier mehr Gedanken über ihre Kostüme machen und diese richtig überzeugend und in Gruppen präsentieren.
Das ganze war die absolute Gaudi, weshalb wir uns kurzerhand entschlossen haben doch in Wellington zu bleiben.
Dazu kam, dass wir ein Hostel in Fährennähe ergattern konnten, das nur 35 $ die Nacht kostete :)
Also haben wir uns am Abend dem bunten Treiben angeschlossen und sind feiern gegangen!



Am nächsten Morgen mussten wir müden Geschöpfe um 7 Uhr an der Fähre parat stehen, um die 3 stündige Fahrt zur Südinsel anzutreten.

Tongariro Crossing

"Warum hau ich mir ständig mit 'nem Hammer auf den Kopf?" 
"Weil es so schön ist, wenn der Schmerz nachlässt."
(Grey's Anatomy) 

Nach einem gemütlichen Abend in der „Blue Duck Lodge“ startete der nächste Morgen pünktlich um 7 Uhr. Ziemlich schnell hatten wir unser gesamtes Gepäck im Bus verstaut, denn (wer hätte es gedacht) es regnete mal wieder, oder noch immer.
Ich hatte mich, wie fast die ganze Reisegruppe, dazu entschieden mich durch das gesamte Tongariro Alpine Crossing zu quälen.
Ich benutze hier absichtlich das Verb 'quälen', denn 7 Stunden auf einen Vulkan HINAUF zu wandern, kann ich leider nicht als Spaß bezeichnen. 


Nach einer kleinen Reifenpanne, die sich allerdings über 2 Stunden hinausgezögert hat, kamen wir endlich an unserem Zielort, in Turangi, an.
Hier wurde unsere Kleidung auf die Tauglichkeit für die Tongariro Überquerung getestet und jeder erhält zusätzlich eine dicke Regenjacke und wahlweise dicke Berg-Wanderschuhe.
Da es ja eigentlich Sommer in Neuseeland sein soll, wurden uns keine Eispickel ausgehändigt.

Nachdem jeder das O.K. für seine Kleidung bekommen hatte, fuhr uns ein Shuttelbus zum Ausgangspunkt des Tongariro Crossings im Nationalpark.
Leider müssen wir am Start unserer Wanderung feststellen, dass es nach wie vor nieselt und der Vulkan, dessen Aufstieg uns jetzt bevorsteht, in einer dicken grauen Wolke steckt.
Noch waren wir hoffnungsvoll, dass das Wetter sich „aufklären würde“.




Das Tongariro Crossing führt am Mount Ngauruhoe entlang, an dem Dreharbeiten für die „Herr der Ringe“ Trilogie stattfanden. Dabei diente dieser als Schicksalsberg.
Ich nahm mir vor, ganz Hollywood – like, den Ring, der alle knechtet, im Krater des Schicksalsbergs zu versenken, um Mittelerde vor dem Untergang zu bewahren.
Mit nur ein wenig zögern, startete unsere Gruppe die 7 Stunden Wanderung.
Ein langer und steiniger Weg liegt noch vor uns.

Nach schon 15 Minuten laufen kreisten die ersten zweifelnden Gedanken durch meinen Kopf. Wieder einmal fragte ich mich, die alles beherrschende Frage:
„WIESO?“
„Wieso mache ich eine 7 Stunden Wanderung, wenn ich genau weiß, dass ich wandern nicht mag und langes laufen langweilig finde.“





Eine Antwort konnte ich mir in diesem Moment natürlich nicht geben, aber ich gab die Hoffnung nicht auf, und stapfte weiter den Weg entlang.
Das Wetter war die ganze Zeit neblig und Mordor machte seinem Namen jetzt schon alle Ehre.
Nach einer Stunde wandern, erreichen wir ein Schild, das uns den eigentlichen Start des Crossings ankündigte.

„Was?? Erst jetzt geht’s los?“ war das Einzige, das ich denken konnte. Entsetzen machte sich langsam, aber sicher, in mir breit. Wie um Himmels Willen sollte ich diese Wanderung durchstehen, wenn ich jetzt schon am Schnaufen war?!
Inzwischen hatte sich unsere Gefährten-Gruppe in viele kleine Untergruppe gespalten. (natürlich nicht aufgrund unterschiedlicher Konditionszustände, sondern, um schon mal einige Orks abzumurksen – is ja klar!) 



Nur langsam ist meine kleine 3er Gruppe vorangekommen, denn ab oben genanntem Schild sollten wir Treppen steigen. Jede 5te Stufe musste eine Pause einlegt werden, um neue Energie zu sammeln. Nicht umsonst heißen die Stufen Devil's Staircase.
Ich muss sagen, das war schrecklich. Ich kam mir vor wie eine uralte Frau, die an Asthma leidet und versucht Treppen zu steigen.
Ein Blick nach Oben ließ mich entsetzt aufstöhnen – der Aufstieg schien unendlich zu sein.
Bei jeder Stufe spielte ich mit dem Gedanken umzukehren.
ABER, liebe Freunde, ein Hobbit kennt keinen Schmerz und auch keine Erschöpfung, denn schließlich muss der Ring vernichtet werden.
Nur deshalb, nicht wegen meines Stolzes, bin ich weiter gewandert. 





Mit dem Aufstieg wurde es zunehmend windiger und nasser, denn jetzt steckten wir eindeutig in der Regenwolke fest.
Dick eingepackt in die ausgeliehene Regenjacke und Kapuze hieß es: wandern wandern wandern.
Nach einem erholsamen geraden Wanderweg, der sich später als Vulkansattel in 1600m Höhe herausstellen sollte, mussten wir erneut bergauf steigen. 



Ein ECHTER Hobbit!!! Ich hab ihn gefunden!! :D

Der Wanderweg bestand abwechselnd aus Geröll und riesigen Steinen, oder schwarzem Sand.
Bei 1886 m war der höchste Punkt, der immer noch aktive Red Crater erreicht.
Leider konnte ich kein Bild von diesem, endlich erreichten, Ziel machen da es unglaublich neblig und nass war.


Ab hier lag nur noch der 3,5 stündige Abstieg von uns, der wirklich kein Ende nehmen wollte.

Nach 7 Stunden und 20 km Marsch bin ich endlich schöpft und völlig fertig, aber sehr stolz auf mich selbst am Bus angekommen.


Mein Fazit für das Tongariro Crossing:
  • Das war mein bisher schrecklichster Ausflug!!!!!!!!
  • Anstrengend, Regen, Nass, Kalt, 10m Aussicht und jede Sekunde dachte ich, dass ich es nicht schaffen würde!
  • ….trotz allem war es eine gute Challenge für mich selbst und ich spiele mit dem Gedanken mich noch einmal zu quälen und das Crossing bei schönem sonnigen Wetter erneut zu bezwingen.
  • Ah abschließend, den Ring hab ich vernichtet! Keine Sorge, die Welt ist gerettet ;)

Taupo & Whakahoro

Nach 2 Nächten in Rotorua geht meine Reise weiter nach Taupo. Da das Wetter wieder einmal beschlossen hatte, dass es jetzt regnen wolle, gibt es von hier nicht all so viel zu berichten. 



Ich hab den Nachmittag mit relaxen verbracht, womit ich ziemlich zufrieden war, denn nach all den Reisetagen möchte man alle Eindrücke verarbeiten.
Zudem nutzte ich die Zeit, um meinen Blog weiter zu schreiben, damit ich all die Einträge bei der nächsten Internet Gelegenheit hochladen kann. Ich hoffe das bietet sich demnächst an, denn inzwischen sammeln sich die Berichte.
Gegen Abend hat die Sonne nochmal kurz zwischen den Wolken heraus geschaut und ich bin mit einem Mädchen aus meinem Zimmer zu einem Fluss gelaufen.
Hier profitieren die Anwohner wieder von der hohen geothermischen Aktivität, denn eine heiße Quelle sprudelt ihr Wasser an einen der Ausläufer des Sees und wärmt das Wasser auf angenehme 28°C. Lässig liegen hier die Menschen im Wasser und genießen das warme Nass.
Ich selbst hab mich auch dem Vergnügen hingegeben :) 


Der nächste Tag führte uns nach Whakahoro.
Liebe Leser, keine Angst wenn ihr euch die merkwürdigen Namen der Orte nicht merken oder aussprechen könnt, ich kann es auch nicht !
Whakahoro liegt mitten im Whanganui National Park und (wer hätte es gedacht) hier gibt es kein Handynetz (geschweige denn Internet...wird also wieder nichts mit Blog Einträge hochladen...)
Die Fahrt durch den National Park allein war schon wirklich beeindruckend.
Alles ist grün, viele hohe steile Berge, und Schafe!
Schafe überall!
Schafe wohin das Auge blickt!
Neuseeland hat definitiv mehr Schafe als Einwohner...

Naja, genug von Schafen. Unsere Unterkunft, Blue Duck Lodge, liegt mitten in diesem Park und ist bisher die schönste Unterkunft die ich auf meiner gesamten Reise hatte.
Sie liegt mitten im Nirgendwo, umgeben von Schafen, Wiese und Wald und ist diese Nacht ausschließlich für unsere 20 Personen Gruppe gedacht. Wir wohnen in Häuschen, die mit Küche, zwei 6-Bett-Zimmern und einem Wohnzimmer, welches mit 2 Couchen, 3 Sesseln und einem kleinen Kamin ausgestattet ist.
Es fühlt sich richtig heimisch an, wenn ein paar der Mitreisenden im Wohnzimmer chillen; der eine Serien am Laptop schauend, 2 andere lesend und wieder andere leise ins Gespräch vertieft.
Dazu ist es angenehm warm.
Ausflug technisch war heute wieder nichts los, da es erneut geregnet hat.





Rotorua & Wai-O-Tapu

Liebesgeschichte von Rotorua:

Die Geschichte von Hinemoa und Tutanekai. Die schöne Jungfrau Hinemoa lebte einst am Ufer des Sees. Sie war die Tochter eines wichtigen Stammesanführers und deshalb war es Aufgabe des Stammes, einen Ehemann für sie auszuwählen. Bei einer Versammlung sah Hinemoa Tutanekai, der auf der Mokoia-Insel wohnte. Sie verliebte sich in ihn, und er sich in sie. Doch es gab für die beiden keine gemeinsame Zukunft, denn Tutanekai war von zu geringer Klasse und kam nicht als Ehemann in Frage. Der traurige Tutanekai saß auf seiner Insel und spielte betrübte Lieder auf seiner Flöte, die zur elenden Hinemoa hinüber drifteten. Eines Nachts bastelte Hinemoa sich einen Rettungsring aus leeren Kürbisflaschen und schwamm den Flötentönen entgegen. Sie erreichte die Insel und ging als erstes zu dem heißen Pool, um sich aufzuwärmen. Sie traf dort auf Tutanekais Sklaven, der Wasser holen sollte. Hinemoa zerbrach sein Wassergefäß. Der Sklave erzählte Tutanekai von dem Vorfall, woraufhin dieser zum Pool ging, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Liebenden waren endlich vereint, und Hinemoas Stamm akzeptierte Tutanekai als ihren Ehemann.


Der See, von dem die Liebesgeschichte spricht, findet man in Rotorua wieder. Doch nicht allein der See macht diesen Ort zu etwas besonderem.
An diesem Ort, ca 1 Stunde südlich von Maketu, ist die Erdkruste so dünn, dass eine große geothermische Aktivität herrscht und ein penetranter Geruch nach verfaulten Eiern (an den man sich allerdings mehr oder weniger gewöhnt).
Da ich so etwas noch nie zuvor gesehen hatte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen hier einen extra Stopp für 2 Nächte einzulegen, um die geothermischen Felder und Pools zu entdecken.



Glücklicherweise war ich nicht die Einzige, die diese Idee hatte und so musste ich nicht alleine auf Erkundungstour gehen.
Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir in Rotorua an und checkten in unser Hostel „Crank“ ein.
Thielo, den ich im Bus nach Maketu kennengelernt hatte, war schon zuvor in Rotorua gewesen und kurzerhand bat er sich als Rotorua-Reiseleiter an.
Zusammen machten wir uns auf den Weg Neues zu sehen.
Unser erstes Ziel war ein Markt, der zufälligerweise gerade im Ort statt fand. Dort gab es allerlei Schnick-Schnack zu kaufen. Von Holzgeschnitzen Maori Statuen, über Kleidung, Essen und second hand Bücher. 






Zum Glück hat die Sonne wieder ihre wärmende Kraft gezeigt, wodurch es wirklich Spaß gemacht hat an den Ständen entlang zu schlendern und kostenlos Süßigkeiten zu probieren.
Danach sind wir an den Lake Rotorua gelaufen, haben uns auf einen Steg gesetzt und ein bisschen gequatscht bis unser Weg uns in ein kleines Maori Dorf führte.
Hier hab ich etwas erstaunliches gesehen. Zuerst stellte ich fest, dass es hier aus den Gullis damft, als zweites sah ich Brunnen in Gärten aus denen es ebenfalls kräftig dampfte.
Die geothermische Wärme machte auf sich aufmerksam.
Das Dort war wirklich schön anzuschauen und die Maori Statuen haben mir besonders gefallen. Spannend fand ich die Kirche in dem kleinen Dorf, da ich hier einen schwebenden Jesus gefunden habe. Einmal mit Vogel – einmal ohne...













Gegen Nachmittag verließen wir das Dorf, um durch den Kuirau Park zu laufen. Dieses kostenfreie Parkgelände ist wirklich interessant und sehenswert.
Hier gibt es verschiedene geothermische Felder anzusehen.
Diese zeigen sich als Seen, die eine unglaubliche Hitze ausdampfen oder als sogenannte Mud Pools. Man könnte diese als Matsch Becken beschreiben, die durchweg blubbern und Blasen bilden, die dann in unterschiedlichsten Größen aufplatzen.
Das sieht wirklich witzig aus und macht Spaß anzuschauen.
Leider sind all diese Felder mit Zäunen eingegrenzt, aber da alle die menschliche Dummheit kennen, ist das wohl nötig. Irgend ein Schwachkopf würde sonst noch auf die Idee kommen in einem der kochen heißen Seen schwimmen zu gehen.
Der Tag war wirklich schön und hat richtig Spaß gemacht! 





Am Abend sind wir müde zurück im Hostel angekommen und nach Abendessen gings für mich auch direkt ins Bett.

Der zweite Tag begann wieder früh am Morgen mit einem Ausflug nach Wai-O-Tapu.
Wai-O-Tapu ist ein großer geothermischer Park in dem man teils auf vorgegebenen Wegen, teils auf freiem Gelände die unterschiedlichsten Felder beobachten kann.
Hier gab es wieder große Mud Pools, große Felsenlöcher, die mit gelebem Schwefel geziert waren und große dampfende Seen.
Manches Felsgelände war farblos und ähnelte einer Mondlandschaft. Ein See hatte giftgrüne Farbe und wieder ein andere war farblos mit großen gelben Teichfeldern.
Ich war wirklich beeindruckt davon, wie heiß die innere Erdwärme tatsächlich ist.
Natürlich lernt man diese Fakten in der Schule und weiß, dass unter der Erdkruste eine unglaublich hohe Temperatur herrscht, doch dieses Phänomen mit eigenen Augen zu sehen und die dampfende Wärme zu spüren macht diese Tatsache greifbar.